Babys schreien

Babys schreien, die Einen mehr, die Anderen weniger … und man(n) kann sagen: Gott sei Dank! Wie sonst sollen sie uns zeigen, dass sie Hunger, Durst, Schmerzen haben? Wie sonst sollen sie deutlich machen, dass das Licht zu grell, die Windel nass, oder die Umgebungsgeräusche zu laut sind? Dass sie sich langweilen, mit sich selbst unzufrieden, oder einfach nur müde sind? Babys schreien nicht, weil sie ihre Eltern ärgern wollen! Babys schreien, weil sie sich mitteilen wollen oder weil sie Hilfe brauchen. Es ist Ausdruck dafür, dass sie sich unwohl fühlen. Und es ist eine Aufforderung an die Eltern, dieses Unwohlsein abzustellen. Das können sie allerdings nur dann, wenn sie wissen, warum ihr Baby schreit.

Das ist in der ersten Zeit noch nicht leicht zu erkennen. Denn die Hilferufe eines Babys hören sich zu Beginn seines Lebens noch ziemlich ähnlich an. Es gibt keine Unterschiede in der Tonlage. Die entwickeln sich erst mit der Zeit. Die meisten Eltern werden aber schnell zu “Schrei-Experten”. Viele Eltern können schon nach wenigen Wochen das jeweilige Bedürfnis ihres Kindes anhand der Art, wie das Baby schreit, deutlich erkennen.

Du wirst wissen, dass es Hunger hat, wenn es gleichzeitig an einem Finger, oder auch seinem ganzen Fäustchen nuckelt. Je länger dein Baby auf die Brust oder das Fläschchen warten muss, umso heftiger kann sein Geschrei werden. Muttermilch wird gewöhnlich schneller als Flaschenmilch verdaut. Das heißt, dass gestillte Babys auch viel schneller wieder Hunger haben. Die Abstände zwischen den Mahlzeiten sind wesentlich kürzer. Wird ein Baby gestillt, schreit es vielleicht alle zwei, drei Stunden. Während das mit Flaschenmilch ernährte Baby höchstwarscheinlich nur alle vier Stunden Hunger hat.

Wie alle Babys möchte auch Dein Baby herum getragen, und möglichst viel auf den Arm genommen werden. Es sucht und braucht den Hautkontakt zu seinen Eltern. Deswegen kann es auch passieren, dass dein Baby sofort schreit, wenn du es in sein Bettchen legst. Obwohl es in deinem Armen bereits eingeschlafen war. Lass es nicht schreiend allein. Versuche es durch Streicheln wieder zu beruhigen. Dadurch spürt es weiter die körperliche Nähe, auf die es in dem Moment angewiesen ist.

Die meisten Babys bekommen irgendwann einmal einen wunden Po . Den spüren sie häufig erst, wenn die Windel nass ist. Dann aber schreien sie, denn das ist nicht nur unangenehm, sondern kann auch wehtun. Wickel das Kind also häufig, wenn es einen wunden Po hat.

Ein Baby schreit auch, wenn es saugen möchte. Das Saugbedürfnis an sich ist bei verschiedenen Kindern unterschiedlich ausgeprägt. Alle aber entspannen sich sofort, wenn sie an einem Schnuller oder kurz an der Brust saugen können.

Es kann sein, dass die Ereignisse des Tages Ihr Baby überdreht und aufgeregt haben. Dann strampelt es nicht nur. Es schreit durchdringend. Völlig überdreht, kann es nämlich trotz großer Müdigkeit dann nur schwer einschlafen. Möglicherweise hilft es ihm nicht einmal, wenn du es in deinem Armen hin- und herträgst. Es ist einfach völlig übermüdet . Da kannst dann versuchen, es in sein Bettchen zu legen und an seiner Seite abzuwarten, bis es nicht mehr schreit (Quengeln ist ok). Vielleicht entspannt es sich allmählich in der beruhigenden Atmosphäre seines Zimmers. Grundsätzlich solltest du aber dafür sorgen, dass das Baby vor seinen Schlafenszeiten keinen aufregenden Reizen ausgesetzt ist.

Sehr helles Licht oder plötzliche, laute Geräusche können, gerade noch in den ersten Lebenswochen sensible Babys sehr erschrecken. Dann schreit es plötzlich los und wird sich erst beruhigen, wenn du es tröstend in den Arm nimmst.

Schreit Ihr Baby im Schlaf, hilft meistens ein leichtes Streicheln über die Wange (Hautkontakt), oder das Verändern der Schlafposition. Manchmal reicht auch schon, den herausgefallenen Schnuller wieder in das halb schlafende Baby zurück zu stecken, und es schläft sofort ruhig weiter.

Bauchschmerzen können eine weitere Ursache dafür sein, dass ein Baby schreit. In dieser Situation kann dies über einen längeren Zeitraum (manchmal zwei, drei Stunden) anhalten. Der Unterbauch fühlt sich hart und prall an. Blähungen verursachen dem Kind Schmerzen. Fencheltee kann helfen. Vielleicht schläft dein Baby aber auch ein, wenn es sich einfach mal in deinen Armen ausschreien durfte. 

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